Systemische Paarberatung und emotionsfokussierte Paartherapie (EFT)

Sie stehen als Paar vor einer großen Entscheidung und kommen nicht so recht weiter oder sind unsicher, welches der richtige Weg ist? Sie streiten sich häufig und fühlen sich, als ob Sie sich immer weiter voneinander entfernen? Oder wirkt sich eine veränderte Lebenssituation auf Ihre Partnerschaft aus? Wünschen Sie sich mehr Aufmerksamkeit und Wertschätzung in Ihrer Partnerschaft?

Systemische Paarberatung und emotionsfokussierte Paartherapie können Ihnen als Paar zu mehr Klarheit verhelfen, neue Perspektiven auf Ihre Situation eröffnen und neue Ziele sichtbar machen.

Typische Themen für die Systemische Paarberatung mit emotionsfokussierter Therapie

Die Systemische Paarberatung und emotionsfokussierte Paartherapie zeigen ihre Stärken unter anderem:

  • Wenn Sie aus einer scheinbaren Endlosschleife von Vorwurf und Verteidigung aussteigen möchten,
  • Wenn Sie sich in der Partnerschaft besser verstanden fühlen möchten,
  • Wenn Sie als Paar oder einzelne/r Partner*in partnerschaftliche Krisen und Herausforderungen ordnen und bewältigen möchten,
  • Wenn Sie Beruf und Familie besser „unter einen Hut bekommen“ möchten,
  • Wenn Sie eine veränderte Situation in der Partnerschaft ordnen und bewältigen möchten,
  • Wenn Sie ein besseres Verständnis für die Dynamiken in Ihrer Partnerschaft erlangen möchten,
  • Wenn Sie als Paar (wieder) lustvolle Zweisamkeit erleben möchten,
  • Wenn Sie unterschiedliche Vorstellungen in der gemeinsamen Lebensplanung (z.B. Kinderwunsch) in einem geschützten Raum besprechen möchten,
  • Wenn Sie positive Veränderungen in der Partnerschaft anregen möchten,
  • Wenn Sie Partnerschaft neu gestalten und (anders) leben möchten,
  • Wenn Sie Ihre primären, oftmals gut vor sich selbst und vor dem Partner verdeckten Emotionen aufdecken möchten,
  • Wenn Sie sich gegenseitig Ihre primären, verletzlichen Emotionen offenbaren und eine neue Ebene echter Partnerschaft und gegenseitigem Verständnis erleben möchten,
  • Wenn Sie als Paar eine schwierige Entscheidung zu treffen haben und nicht wissen, wie Sie sich entscheiden sollen.

Sie finden sich in einem oder mehreren dieser Punkte wieder und wollen daraus eine Zielsetzung formulieren und verfolgen? Gerne begleite ich Sie fachkundig im Rahmen einer Systemischen Paarberatung und der emotionsfokussierten Therapie für Paare (EFT).

Eine flexible und zügige Terminvergabe ist möglich.

Jetzt Termin vereinbaren Oder weiterlesen

Emotionsfokussierte Paartherapie (EFT-P)

Bei der Paartherapie bediene ich mich fall- und bedarfsweise systemischer Beratungstechniken und der Emotionsfokussierten Therapie (EFT).

Die EFT wurde von der Kanadierin Dr. Sue Johnson in den 1980er Jahren entwickelt und hat sich seit dem weltweit etabliert. Sie wird inzwischen erfolgreich für Einzelpersonen, Paare und Familien eingesetzt. Die Emotionsfokussierte Therapie basiert auf den Erkenntnissen der Bindungswissenschaft und integriert systemische und psychodynamische Elemente. Sie fokussiert die Wiederherstellung einer emotional sicheren, liebevollen Verbindung zum Partner/zur Partnerin und hilft dabei, die Offenheit und das Verständnis zwischen Partnern zu stärken und somit alte Verletzungen zu heilen.

Bindungstheorie als Grundlage für die EFT

Die Bindungstheorie befasst sich mit verschiedenen Bindungstypen. Dies sind Bindungsstile, die jeder Mensch in seiner Kindheit durch Interaktion mit den Eltern erlernt. Als optimaler Bindungsstil gilt dabei die sichere Bindung. Dieser Bindungstypus kommt allerdings lediglich bei 50-60 % der Menschen vor. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass ganze 40-50 % der Erwachsenen Menschen KEINEN sicheren Bindungsstil erlernt haben. Sie gehen durch das Leben und kompensieren ihre Stile im Umgang mit anderen Menschen und vor allem in Beziehungen.

So wirkt die unsichtbare „Beziehungschemie“

Wie durch eine unsichtbare „Beziehungschemie“ ziehen sich die Partner dabei an. Das bedeutet, dass gerade zu Beginn einer Partnerschaft die entgegengesetzten Eigenschaften des Partners anziehend wirken. So findet beispielsweise eine unsicher-ambivalent (unsichere Bindung durch widersprüchliche Bindungserfahrungen mit den Eltern) gebundene Frau die Autonomie und Unbeirrbarkeit eines unsicher-vermeidend (unsichere Bindung durch enttäuschende und nicht verlässliche Bindungserfahrungen mit den Eltern) gebundenen Mannes zu Beginn der Beziehung attraktiv. Der Mann fühlt sich durch die Lebendigkeit und Emotionalität der Frau angezogen.

Im Laufe der Beziehung sensibilisieren sich die Partner für die Muster des anderen. So findet die Frau den Mann später unempathisch, weil er sehr auf sich fokussiert ist und der Mann die Frau anstrengend, da sie auf seine Nähe angewiesen ist. Es genügen immer kleinere Reize, um das Muster des anderen zu triggern (auszulösen). So wird der Mann wahrscheinlich immer mehr auf Abstand gehen, während die Frau immer mehr das Gefühl hat, die Kontrolle über die Situation und die Nähe des Partners zu verlieren und dies aufgrund ihrer Emotionalität auch lautstark äußert. Die Partner gelangen so in einen in der EFT sogenannten „Tanz“, ein festgefahrenes Muster also, welches in der Interaktion beider Partner entsteht und von beiden als äußerst belastend und kräftezehrend empfunden wird. Dies ist natürlich nur ein Beispiel und kann sich auch umgekehrt und mit anderen Mustern abspielen.

Schädliche Muster in der partnerschaftlichen Interaktion erkennen und durchbrechen

Ob Sie in so einem Muster feststecken, können Sie daran sehen, dass ein Streit oder Konflikt sich wie in einer Schleife immer zu wiederholen scheint und sie dabei immer kraftloser werden. Oftmals wirkt der Streit seine Kreise bis in alle Lebensbereiche. In der Regel dreht es sich im Kern gar nicht um die streitbare Sache selbst, sondern vielmehr um die dahinter liegenden Muster und oftmals vor sich selbst und dem Partner verborgene Emotionen. Es scheint unmöglich, als Paar aus eigener Kraft aus einem solchen, wiederkehrenden Muster auszusteigen. Paare benötigen für den Ausstieg aus diesen Teufelskreisen professionelle Unterstützung von außen.

Als Paartherapeutin unterstütze ich Sie dabei, die in Ihrer Partnerschaft wirkenden Muster (genannt auch Zyklen, Tanz, Teufelskreise) zu erkennen und zu verstehen. Dafür ist die emotionsfokussierte Paartherapie (EFT-P) besonders geeignet. Sie lernen, dass beide Partner ihren individuellen Beitrag zur Aufrechterhaltung dieser Teufelskreise leisten und welche oftmals verborgenen, tief verwurzelten Emotionen dahinter stecken. Diese Erkenntnis kann bereits entlastend wirken, Schuldgedanken und -Gefühle nehmen, Vorwürfe vermindern. Sie öffnet die Tür für einen konstruktiven Weg zu einem (wieder) gemeinsamen Miteinander in der Partnerschaft.

Eigene Emotionen und die Ihres Partners kennenlernen und verstehen

Unterstützt durch die Paartherapie können Sie gemeinsam als Paar aus den Teufelskreisen ausbrechen und die den Konflikten zugrundeliegenden Gefühle ergründen. Negative Muster in der Beziehung entstehen, wenn die Partner sogenannte sekundäre Emotionen ausdrücken, wie Wut oder Ärger. Diese Emotionen sind also gut sichtbar und Ihnen, wenn Sie sich für eine Paartherapie interessieren, vermutlich bestens bekannt.

Die sekundären Emotionen überdecken tieferliegende, die sogenannten primären, oftmals schmerzhaften Emotionen und Bedürfnisse. Diese wurzeln in der Kindheit und manchmal auch in zurückliegenden Beziehungserfahrungen. Sie sind in der Regel durch die eigenen Schutzmechanismen sogar vor einem selbst gut verdeckt. Oftmals geht es bei den primären Emotionen um grundlegende Bindungsängste und -bedürfnisse oder Gefühle des Nichtgenügens und Angst aufgrund von Erlebnissen der Abwertung und Entwertung in der Kindheit.

In der Therapie unterstütze ich sie als Paar und als einzelne Partner dabei, die hinter den offenkundigen, sekundären Emotionen liegenden, primären – verletzlichen – Emotionen zu ergründen. Ein wesentlicher Teil der emotionsfokussierten Therapie für Paare besteht daher, wie der Name es bereits ausdrückt, in der Schaffung eines besseren Verständnisses für die eigenen Emotionen und der Ihres Partners.

Das gerissene Band wieder zusammenfügen

Die gute Nachricht lautet: Negative Muster in der Paarinteraktion können umgewandelt werden, wenn die tieferliegenden, primären bindungs- und identitätsorientierten Emotionen erkannt und ausgedrückt werden. Als Paartherapeutin unterstütze ich Sie als Paar bei diesem Prozess. Ziel der emotionsfokussierten Therapie für Paare ist es also, mit Hilfe von Emotionen neue und gesunde Interaktionsmuster und ein neues Gefühl von echter und verbundener Partnerschaft herzustellen.

Der „Bonus“: Auch Ihre Kinder und Kindeskinder profitieren von Ihrem Glück

Durch die Arbeit mit den eigenen Mustern und Emotionen und auch denen in der Partnerschaft sollen beide Partner einen sichere Bindungsstil erfahren und erlernen. Die Emotionen wirken dabei als „Verstärker“, denn durch starke Emotionen werden laut neurowissenschaftlichen Erkenntnissen Lernprozesse im Gehirn gefestigt. Es gibt hier das schöne Sprichwort: „Was uns bewegt, bewegt.“.

Haben wir in unserer Kindheit keine sichere Bindung erlernt, so ist das schade, aber mit Blick auf die Zahlen auch relativ „normal“ und wahrscheinlich. Nun haben wir es als Erwachsene aber in der Hand, ob wir in wiederkehrenden, belastenden Mustern in der Interaktion mit anderen Menschen durch unser Leben gehen oder aber eine sichere Bindung – sozusagen nachträglich – erlernen möchten.

Vielleicht kennen Sie das bereits aus Ihrer Vergangenheit: Wird eine Partnerschaft aufgrund wiederkehrender Muster/Konflikte beendet, so zeigen sich diese oftmals so oder ähnlich auch in kommenden Beziehungen. Gerade die Liebesbeziehung zu einem anderen Menschen bietet für das Erleben neuer Bindungserfahrungen eine optimale, wenn auch manchmal anstrengende „Bühne“. Nirgends sonst finden sich so starke Emotionen, wie in der eigenen Liebesbeziehung zu einem anderen Menschen. Nirgends sonst, werden uns unsere eigenen Muster so deutlich gezeigt. Daher liegt es doch nahe (und es lohnt sich), für sich selbst im Miteinander zu lernen, und in einer vertrauensvollen Beziehung gemeinsam zu wachsen!

Und nun zum versprochenen Bonus: Paare, die eine sichere Bindung haben, geben diesen Bindungsstil in der Regel an ihre Kinder weiter. Sie erinnern sich: Sie selbst haben Ihren Bindungsstil ja auch in der Interaktion mit Ihren Eltern erlernt. Sie sehen also, dass es sich nicht nur für sich selbst und für Ihre Partnerschaft lohnt, aus der Masse der 40-50% der Menschen, die keinen sicheren Bindungsstil erlernt haben, auszubrechen und die Verantwortung für das eigene, aber auch ein erfülltes Leben kommender Generationen selbst in die Hand zu nehmen. Als Erwachsene haben wir diese Möglichkeit, wir benötigen nur den Willen, das Wissen und das passende Handwerkszeug dazu.

Was ist meine Rolle als Paarberaterin?

Ich biete Ihnen Hilfe zur Selbsthilfe mit dem Ziel, dass Sie als Paar möglichst bald wieder das Ruder in Ihrer Partnerschaft übernehmen. So verstehe ich mich in meiner Rolle als Paartherapeutin als Wegbegleiterin auf Zeit für die Lösung derjenigen Herausforderungen in Ihrer Partnerschaft, die für Sie als Paar aktuell unlösbar scheinen.

Im Sinne einer integrativen Arbeitsweise kombiniere ich Systemische Paarberatung mit der Emotionsfokussierten Paartherapie. Bedarfsweise fließen darüber hinaus meine Kenntnisse der Kunsttherapie und Entspannungspädagogik mit ein. Dadurch kann ich mich flexibel auf Ihre Bedürfnisse während des therapeutischen Prozesses einstellen und Ihnen bestmöglich zur Seite stehen.

Ich biete Ihnen dabei meine volle menschliche Aufmerksamkeit mit Herz und Verstand, professionelle Allparteilichkeit und ein breites ressourcenorientiertes und lösungsorientiertes methodisches Repertoire. Als Beraterin lege ich großen Wert auf eine wertschätzende, respektvolle und unvoreingenommene Haltung.

Erstgespräch

Zu Beginn der Systemischen Paarberatung führen wir ein Gespräch zum gegenseitigen Kennenlernen. Oft haben Sie mir zu diesem Zeitpunkt bereits einige Eckdaten zu Ihrer aktuellen Thematik mitgeteilt. Sie bestimmen die Themen und Veränderungswünsche, mit denen wir arbeiten sollen. Das Erstgespräch dauert in der Regel  2 x 50 Minuten (Doppelsitzung).

Im weiteren Prozess stimme ich meine beraterische Vorgehensweise individuell auf Ihre Wünsche und Bedürfnisse ab. Wir machen uns gemeinsam auf den Weg zu neuen Perspektiven und Lösungen.

Wie viele Sitzungen umfasst eine Systemische Paarberatung?

Die Anzahl der Sitzungen ist sehr individuell und hängt von Ihrem persönlichen Anliegen, Ihrer Ausgangssituation und Ihrer Zielsetzung als Paar ab. Eine festgelegte Anzahl von Sitzungen oder eine besondere Frequenz gibt es daher nicht. Ich sehe meine Paare in der Regel zwischen 5 und 20 Sitzungen.

Was kostet die Systemische Paartherapie?

Die aktuellen Honorare finden Sie in der Honorartabelle.

Eine Paartherapie ist auch eine Investition in die eigene Entwicklung und die Partnerschaft

Wenn Sie Interesse an einer Systemischen Paarberatung haben – aufgrund einer aktuellen Krise oder weil Sie sich durch die Arbeit mit sich selbst und als Paar einfach etwas Gutes tun möchten – dann vereinbaren Sie gerne einen Termin mit mir.

Ich freue mich auf Sie!

Jetzt Termin vereinbaren